Uroboros

Indische Tänze

Performance, Workshop

Unsere Gruppe heißt Uroboros und besteht aus wechselnden Mitgliedern. Zur Zeit tanzen Sissi Kotterer und Liebgard Pramhas. Sissi verbindet kreativen Tanz mit traditionellen asiatischen Bewegungsformen. Liebgard beschäftigte sich zuerst mit Bharata Natyam und danach mit Odissi. Sissi und Liebgard lernten den Odissitanz bei Monalisa Ghosh sowohl in Wien, wie auch in Calcutta. Mit unserer Lehrerin hatten wir mehrfach Auftritte an verschiedenen Orten. Odissi ist einer der 7 klassischen Tanzformen Indiens. Odissi wurde in Orissa im Innersten der Tempel getanzt und eigentlich für ein profanes Publikum, sondern allein für Gottheiten bestimmt. Die heutige Form des Tanzes wurde durch das Studium der Steinskulpturen an den Tempeln und dem Studium der Schriften wiederbelebt. Die Tänze bestehen aus einer Aneinanderfügung von bestimmten Grundschritten, die wir dann auch in einem Workshop zeigen können. Der kräftige männliche Grundschritt heißt Chauk, der grazilere, dem weiblichen zugeordnete, Tribhangi. Die Grundkörperhaltung besteht aus 3 Beugungen.

2 Arten von Tänzen bei KiosK 59: ein rein rhythmischer Tanz, Pallavi genannt. Hier müssen die Schritte der Tänzerin, der Sänger und auch die Trommel (Pakwash) in harmonische Übereinstimmung gebracht werden.
Im 2. erzählerischen Tanz wird die Beziehung von Krishna und Radha gezeigt. Radha beklagt sich bei ihrer Freundin Lolitha, dass sie kein Wasser vom Fluss holen kann und auch nicht vermag im wunderschönen Garten zu spazieren. Sie hat Sehnsucht nach Krishna, gleichzeitig aber auch Angst ihm zu begegnen. Über ihre Gefühle und Ängste spricht sie zu der Freundin. Die Texte sind meist in der Landessprache. Im Odissitanz wird Gott Jagannath verehrt, der eine Inkarnation von Vishnu ist. Auch Gott Krishna, ebenfalls eine Inkarnation von Vishnu, ist deswegen oft Inhalt von Erzählungen.

Termin:
10. April 2010, 14.30 – 15.30 Uhr, Museum
Performance: 14.30 – 15 Uhr, Workshop 15 – 15.30 Uhr

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