Podiumsdiskussion

Freies Tanz- und Theaterschaffen im Kontext der Stadt

offenes Plenum

Im dritten Teil der Reihe Macht  Kunst  Stadt? wird der  Fokus auf performative Kunst und deren Auswirkungen auf den städtischen Raum und die dort lebenden Menschen gerichtet und mit VertreterInnen des Tanz-, Theater- und Performancekollektivs ttp WUK sowie mit ExpertInnen aus den Bereichen Kultur und Stadtforschung diskutiert.

Die ttp WUK als Zusammenschluss freier Tanz- und Theaterschaffender formierte sich wenige Jahre nach der Aneignung des Wiener WUK (Werkstätten- und Kulturhaus). Für eines der heute größten freischaffenden Tanz-, Theater- und Performancekollektive Europas entwickelte sich durch die Etablierung von Probe- und Performanceräumen vor rund 25 Jahren ein Ort, an dem sich KünstlerInnen in selbstverwalteten Strukturen Arbeits- und Lebensbedingungen gestalten. Die Frage nach Visionen, Begehren und Lösungen im historischen Kontext der Anfänge ist Ausgangspunkt dieses Zusammentreffens über „Genre“-, Generations- und Institutionsgrenzen hinweg über inhaltliche und strukturelle Bedingungen freischaffender darstellender Kunst heute nachzudenken und initiativ zu werden.

Den Kontext Stadt, bzw. den eines konkreten Stadtteils, in jenes Nachdenken miteinzubeziehen bedeutet, (so unterschiedliche) Institutionen wie das WUK, die Volksoper und die FHWiener Wirtschaft als Kultur- und Bildungseinrichtungen am Währinger Gürtel (sog. „Währingerspange“) als Kommunikationsräume miteinander ins Spiel zu bringen. Wie organisiert sich ein öffentlicher Diskurs darüber und welche Visionen treiben uns an, wenn wir den Versuch unternehmen, mit KünstlerInnen, MacherInnen, TheoretikerInnen, KulturpolitikerInnen, VermittlerInnen, BewohnerInnen und dem Publikum gemeinsam die Diskussion über Kunst und Stadt zu gestalten.

Moderation
Christine Standfest (* 1963/D) lebt in Wien und Berlin. Studium der Germanistik, Erziehungswissenschaft und Philosophie in Regensburg, Berlin und Lancashire. Politischer Aktivismus, Übersetzungs- und Rundfunkarbeiten, Redaktions- und Vortragstätigkeit, Gastdozenturen (u.a. Leipzig, Bochum), Performance, Theorie.

Sabine Sonnenschein (* 1970/AT) ist Choreografin und Peformerin. Sie hat seit 1992 36 eigene Arbeiten präsentiert. 1992–2001 entstanden eine Reihe von Solo-Performances sowie Arbeiten mit einer zweiten Choreografin und Tänzerin/Performerin. Seit 1996 ist sie Teil der ttp WUK.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit
VIEW – Vision Entwicklung Westgürtel und der
ÖAW – Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Termin:
10. April 2010, 17.00 – 19.30 Uhr, Festival Zentrale

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