Begleitete Projekte

1.

CARPA Theater: Squatting
6 Aktionen – 6 Räume – 6 Themen
Ansprechpartner: Miguel Ángel Caspar
»2010 wird das Carpa Theater weiter zum irrlichternden Nomadenstamm in der Wiener Theaterlandschaft. Unter dem Titel Squatting besetzt die Gruppe fremde Bühnenbilder und Räume, um darin ihre spezielle Form theatralischer Improvisation zu entfalten. Jenseits gängiger Theater-Impro-Klischees benützt das Ensemble eigens entwickelte Regeln, aus denen sich stets überraschende, unkonventionelle Sprach- und Körper-Interaktionen entwickeln. Das im TAG, Kosmos, 3raum und in der neuebuehnevillach im Rahmen des Theaterfestivals ›Spektrum‹ bereits erfolgreich erprobte Verfahren, sich in vorgegebenen Szenerien zu bewegen, wird nun in einer losen Serie auf verschiedene Spielstätten der freien Theaterszene  weiter ausgedehnt. Dabei wird vor spontan angeeigneter Fremdkulisse der diskrete Charme des Prekariats auf die performative ›swarm intelligence‹ des 21. Jahrhunderts treffen.«
Nächster Termin: WUK, Kiosk 59, ttp-Festival, 8. bis 10 April 2010:
6 AKTIONEN – 6 RÄUME – 6 THEMEN; unter anderem: Museumsäle: Manipulationen, Raum 1407: Körperprojektionen an den Wänden, kleiner Kinosaal der Fotogalerie: Sprach-Projektionen auf der Leinwand und Körperinteraktionen

2.

Festivalbegleitung und -dokumentation
AnsprechpartnerInnen: Joachim Kapuy, Regina Picker
Im Zentrum dieser Arbeitsgruppe steht das Festival selbst, das von 8. bis 10. April auf dem Gesamtareal des WUK und Umgebung stattfindet.

3.

Im_Flieger/Anita Kaya:
Free Space and Experimental Ground for Dance, Performance and Related Art Forms

Ansprechpartnerin: Anita Kaya
Geplant sind im Rahmen des Festivals folgende zwei Projekte/Aktionen:
1. Die Wiederaufnahme von Invites: Damenimprovisation und Herrenbigbäng: Das Projekt stellt eine Art »lebendiges Archiv« zur Tanz/Performance-Szene seit Ende der 80er-Jahre dar, an dem zahlreiche KollegInnen der freien Wiener Theaterszene dieser Jahre teilnehmen und einander, zum Teil nach jahrelanger künstlerischer Pause, wiederbegegnen.
Die einmalige Veranstaltung findet am 09.04.2010 um 18 Uhr im Projektraum statt.
2. Die Wiederaufnahme von Back to the Roots: Für dieses Projekt werden ausgewählte Personen interviewt, die innerhalb der ttp WUK und der strukturellen Entwicklung des WUKs aktiv waren und das WUK verlassen haben. Ziel ist eine Installation mit Monitoren.«

4.

InCorporated: Vor-fahren bitte?
Kontakt: Helene Salomon & Regina Picker
Der Fokus unserer künstlerischen Arbeit liegt momentan auf der Auseinandersetzung mit der Weiblichkeit einerseits und der Ahnenforschung andererseits. Dies war bereits Thema in der performativen Arbeit Weibsbilder 2009 im WUK Im_Flieger/Wilde Mischung, wo es um die Träume von Frauen, um unsere eigenen Träume und um die Träume unserer Vorfahrinnen ging. In unserer neuen Arbeit (derzeit noch ohne Titel) verarbeiten wir unsere weiblichen Ahnenlinien, sprich Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, und wollen die Energien dieser drei Frauen auf die Bühne stellen. Wir wollen unsere Ahninnen nicht in den Rollenbildern, die wir von ihnen haben, betrachten, sondern die Essenzen dieser drei Personen [heraus]filtern und dieses Material performativ verarbeiten. Hier stellt sich natürlich zuerst die Frage, was ist die Essenz einer Person? Man gelangt in einen philosophischen und psychologischen Diskurs. Wir haben uns daher entschieden, in dieser Arbeit psychologische Techniken wie das Familien[auf]stellen auszuprobieren, als auch schamanische, um zu den Essenzen, den Grundstimmungen und -energien dieser drei Frauen zu kommen. Haltungen und die Energien der Frauen, welche sie verbreiten oder verbreitet haben werden neben dem familiären Kontext auch in einen zeitgeschichtlichen gestellt und untersucht. Im derzeitigen Forschungsprozess arbeiten wir eng mit Clarissa Pöschek zusammen und nehmen auch Coaching-Sessions mit Robert Stein in Anspruch. – Für KiosK 59 haben wir geplant, ein ›work in progress showing‹ unseres Forschungsprozesses zu präsentieren, mit einem anschließenden Publikums- und Feedback-Gespräch.

5.

Kapbatt: How to play a dancetheatreperformance festival
Kontakt: Joachim Kapuy und Gina Battistich
In How to play a dancetheatreperformance festival beschäftigen sich mit der Frage, wie sich die Entstehung des tanztheaterperformance festivals KiosK 59 performativ übersetzen lässt. Welche Quellen – Wortfetzen, E-Mails, Subventionsanträge – sind im Entstehungsprozess von KiosK 59 aufgetaucht; was passiert mit ihnen, wenn man sie ihrer ursprünglichen Herkunft entnimmt und sie in einem neuen Kontext in Kontakt zueinander setzt. Vier Bausteine, die sich mit Sprache, Körper und Musik auseinandersetzen, tauchen während der drei Tage teils angekündigt, teils spontan auf und erspielen sich verschiedene Räume im WUK. (Joachim Kapuy)

6.

Muth./Stefan Loibner: gem.einsam–muth zur Reise. Eine mobil-theatrale Performance
Kontakt: Stefan Loibner
Zum Projekt innerhalb des Festivals KiosK 59: Erlebnisreise/Führung durch das WUK-Areal bzw. bestimmte Zwischenräume im Areal, wie Stiegenhäuser, Gänge etc.), wobei die Zusehenden und -hörenden mobil sein werden und der Schauplatz der Handlung sich kontinuierlich ändert. Am Ende der Arbeit steht eine Improvisations-Fixation.

7 .

notfoundyet performance:  pudding
Kontakt: Thomas Kasebacher, Laia Fabre

8.

Organisationsteam KiosK 59
AnsprechpartnerInnen: Joachim Kapuy, Regina Picker
Die Idee und Grundlage des Festivals ist, die ttp WUK sichtbar zu machen und die KünstlerInnen innerhalb der ttp als auch in der Tanz‐, Theater‐ und Performanceszene zu vernetzen. Wichtig ist uns auch, das WUK als Arbeits‐ und Produktionsstätte – als Fabrik/Werkstätte für Kunst und Kultur zu zeigen und die Produkte, die hier erarbeitet werden, auch hier fürs Publikum zugänglich zu machen. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Betrieb WUK nötig, da das Festivalkonzept das ganze Haus betrifft. […] Die nächsten Partner waren natürlich die im Haus angesiedelten Veranstaltungsorganisationen, allem voran das WUK Theater, deren Kooperation essentiell für die Umsetzung des Festivals ist. (aus dem Projektkonzept)

9.

Red Park: worauf warten
Ansprechpartner: Lars Schmid
worauf warten
ist ein instruction piece, das Dokumentation und Fiktion, Realität und Utopie von Alltagsräumen verknüpft. Am Beginn des Projektes steht ein Recherche-Auftrag: Platziere einen Camping-Sessel irgendwo im WUK oder dessen Umgebung und bleibe dort eine Stunde lang sitzen. Beobachte, was um dich herum passiert. Mach’ nach Ablauf der Stunde ein Foto (Dia-Positiv) von dem Ort, an dem du gesessen hast. Entferne den Sessel, bevor du das Bild machst. Notiere deine Beobachtungen. Schmuggle die eine oder andere fiktive Beobachtung in Deine Notizen. Dinge, die zum Glück oder leider nicht passiert sind, potenzielle Ereignisse, Beobachtungen aus einem utopischen oder dystopischen Alltag der Zukunft. Beschreibe die fiktionalen Ereignisse auf dieselbe Weise wie die tatsächlichen. Repeat. Aus dem Spiel mit der Beobachtungs-Situation und dem während der Recherche gesammelten Materials entsteht die Performance im Rahmen von KiosK 59: Ein Performer sitzt auf dem Camping-Sessel vor einer Dia-Leinwand (Leinwand und Sessel werden so arrangiert, als säße der Performer im Bild). Eine Stunde lang gibt der Performer seine Beobachtungen aus x-Stunden Recherche wieder, springt dabei zwischen den beobachteten Orten hin und her, die in seinem Rücken auf die Leinwand projiziert werden. Der Modus des Erzählens ist Gegenwart, der Performer spricht nicht über das, was er gesehen hat, sondern berichtet, als passierten die Dinge (reale und fiktive) gerade in diesem Moment. Der Text ist eine Montage aus den Notizen, doch die Performance arbeitet nicht nur sprachlich, sondern auch über das exakte Reenactment von beobachteten Szenen/Momenten. Die Stunde der Performance ist gleichzeitig eine weitere Stunde Recherche: Auch das, was tatsächlich gerade vor den Augen des Performers passiert, kann als aus dem Stehgreif formulierte Beobachtung und damit Teil der Performance werden, den Moment des Hier-und-jetzt reflektierend, so dass die Grenzen zwischen Prozess und Produkt, zwischen Realität und Potenzialität kaum mehr zu ziehen sind. (Lars Schmid)

10.

Stelzer, Doris: Ein Experiment – Johanna und Doris
Für das Festival hat sich die Künstlerin entschieden, mit einer ihr noch unbekannten Tänzerin, Johanna Henritius [* 1989] kommt aus Finnland, zusammenzuarbeiten und dieses Arbeiten mit jemand neuen zugleich zum Thema des Projekts zu machen. Das Projekt beschäftigt sich insofern zentral mit den Themen Autorschaft, Identität der PerformerIn, der Choreografin, des Bewegungsmaterials und deren Verkörperung. Das Andere wird so durch das zu erarbeitenden Material entdeckt und zugleich. Den Abschluss dieser Arbeit, die eine Woche im März stattfinden wird, ist eine performative Intervention in der Fotogalerie WUK im Rahmen des Festivals. Ende April wird das Projekt darüber hinaus im SEAD Salzburg (Salzburger Experimentelle Akademie für Tanz).
Teilnahmemöglichkeit in den Bereichen Produktion, Kostümrecherche und inhaltliche Recherche zu den Themen Geste, Code, Pose und Autorschaft im zeitgenössischen Tanz.

11.

Wilfing, Brigitte/BW: PS: Kannst du mir meine Generation tanzen?
Vier Generationen treffen aufeinander, um zu ihrer Lieblingsmusik zu tanzen: Urgroßmutter Großmutter, Mutter, Jugendliche und Kind. Die Arbeit betont den hedonistischen Aspekt des Tanzes und berührt ihn in seiner gemeinschaftsbildenden Eigenschaft, Brücken zwischen Jung und Alt zu schlagen und einen Dialog zwischen den Generationen in Gang zu setzen. Die unterschiedlichen Lebensgeschwindigkeiten und -rhythmen sind hierbei zentral; wie viel lässt der Körper zu? Was kann er schon, was kann er noch?« (Brigitte Wilfing)

12.

WUK ttp: Geschichte, Gruppen und KünstlerInnen seit 1979/1981
Informationen über die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe erscheinen auf dieser Website ab Ende April.

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